Stahlhersteller

15 Jahre Fertigungserfahrung
Stahl

Mehrere gängige Wärmebehandlungskonzepte

1. Normalisierung:
Ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem Stahl oder Stahlteile auf eine geeignete Temperatur oberhalb des kritischen Punktes AC3 oder ACM erhitzt, für eine bestimmte Zeit gehalten und dann an der Luft abgekühlt werden, um eine perlitartige Struktur zu erhalten.

2. Glühen:
Ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem Werkstücke aus untereutektoidem Stahl auf 20-40 Grad über AC3 erhitzt, für eine gewisse Zeit warmgehalten und dann im Ofen (oder in Sand vergraben oder in Kalk abgekühlt) langsam auf unter 500 Grad an der Luft abgekühlt werden.

3. Lösungsglühen:
Ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem die Legierung auf eine hohe Temperatur erhitzt und im Einphasengebiet auf einer konstanten Temperatur gehalten wird, um die überschüssige Phase vollständig in der festen Lösung aufzulösen, und anschließend schnell abgekühlt wird, um eine übersättigte feste Lösung zu erhalten.

4. Altern:
Nach einer Lösungsglühung oder Kaltumformung verändern sich die Eigenschaften der Legierung mit der Zeit, wenn sie bei Raumtemperatur oder leicht darüber gelagert wird.

5. Lösungsglühen:
Die verschiedenen Phasen in der Legierung werden vollständig aufgelöst, die feste Lösung wird gestärkt und die Zähigkeit und Korrosionsbeständigkeit verbessert, Spannungen und Erweichungen werden beseitigt, um die Weiterverarbeitung und Formgebung zu ermöglichen.

6. Behandlung gegen das Altern:
Erhitzen und Halten bei einer Temperatur, bei der sich die verstärkende Phase ausscheidet, sodass sich die verstärkende Phase ausscheidet und aushärtet, wodurch die Festigkeit verbessert wird.

7. Abschrecken:
Ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem der Stahl austenitisiert und anschließend mit einer geeigneten Abkühlgeschwindigkeit abgekühlt wird, sodass das Werkstück eine instabile Strukturumwandlung wie Martensit im gesamten Querschnitt oder in einem bestimmten Bereich erfährt.

8. Härten:
Ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem das abgeschreckte Werkstück für eine bestimmte Zeit auf eine geeignete Temperatur unterhalb des kritischen Punktes AC1 erhitzt und anschließend mit einer Methode abgekühlt wird, die die Anforderungen erfüllt, um die gewünschte Struktur und Eigenschaften zu erzielen.

9. Carbonitrieren von Stahl:
Carbonitrieren ist das Verfahren, bei dem gleichzeitig Kohlenstoff und Stickstoff in die Oberflächenschicht von Stahl eingebracht werden. Traditionell wird Carbonitrieren auch als Cyanidlaugung bezeichnet. Heutzutage finden Gascarbonitrieren bei mittleren Temperaturen und Gascarbonitrieren bei niedrigen Temperaturen (auch als Gasnitrieren bekannt) weite Verbreitung. Hauptzweck des Gascarbonitrierens bei mittleren Temperaturen ist die Verbesserung der Härte, Verschleißfestigkeit und Dauerfestigkeit von Stahl. Beim Gascarbonitrieren bei niedrigen Temperaturen handelt es sich hauptsächlich um Nitrieren, dessen Hauptzweck die Verbesserung der Verschleiß- und Fressbeständigkeit von Stahl ist.

10. Abschrecken und Anlassen:
Üblicherweise werden Härten und Anlassen zu einer Wärmebehandlung kombiniert, die als Härten und Anlassen bezeichnet wird. Diese Behandlung findet breite Anwendung bei wichtigen Bauteilen, insbesondere bei Pleuelstangen, Schrauben, Zahnrädern und Wellen, die wechselnden Belastungen ausgesetzt sind. Nach dem Härten und Anlassen entsteht ein angelassenes Sorbitgefüge, dessen mechanische Eigenschaften bei gleicher Härte besser sind als die von normalisiertem Sorbitgefüge. Die Härte hängt von der Anlasstemperatur, der Anlassstabilität des Stahls und dem Querschnitt des Werkstücks ab und liegt üblicherweise zwischen HB 200 und 350.

11. Hartlöten:
Ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem Lötmaterial verwendet wird, um zwei Werkstücke miteinander zu verbinden.


Veröffentlichungsdatum: 11. April 2024