Stahlhersteller

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Stahl

Wissen Sie, was Glühen, Abschrecken und Anlassen ist?

Bei hitzebeständigen Stahlgussteilen spielt die Wärmebehandlungsindustrie eine entscheidende Rolle. Dabei sind die drei wichtigsten Verfahren zu nennen: Glühen, Härten und Anlassen. Doch worin unterscheiden sich diese drei Verfahren?

(Eine). Arten des Glühens
1. Vollständiges Glühen und isothermes Glühen
Die vollständige Glühung, auch Rekristallisationsglühen genannt, wird allgemein als Glühen bezeichnet. Dieses Glühverfahren findet hauptsächlich Anwendung bei Guss-, Schmiede- und warmgewalzten Profilen aus verschiedenen Kohlenstoffstählen und legierten Stählen mit untereutektoider Zusammensetzung und wird gelegentlich auch bei Schweißkonstruktionen eingesetzt. Es dient in der Regel als abschließende Wärmebehandlung weniger wichtiger Werkstücke oder als Vorwärmebehandlung.
2. Sphäroidisierendes Glühen
Das Kugelglühen wird hauptsächlich bei übereutektoidem Kohlenstoffstahl und legiertem Werkzeugstahl (wie z. B. Stählen, die zur Herstellung von Schneidwerkzeugen, Messwerkzeugen und Formen verwendet werden) eingesetzt. Hauptzweck ist die Reduzierung der Härte, die Verbesserung der Bearbeitbarkeit und die Vorbereitung auf das anschließende Abschrecken.
3. Spannungsarmglühen
Spannungsarmglühen wird auch als Niedertemperaturglühen (oder Hochtemperaturanlassen) bezeichnet. Dieses Glühverfahren dient hauptsächlich dazu, Eigenspannungen in Gussteilen, Schmiedeteilen, Schweißteilen, warmgewalzten Teilen, kaltgezogenen Teilen usw. abzubauen. Werden diese Spannungen nicht beseitigt, verformen oder reißen die Stahlteile nach einer gewissen Zeit oder bei nachfolgenden Bearbeitungsprozessen.

(Zwei). Abschrecken
Die wichtigsten Methoden zur Verbesserung der Härte sind Erhitzen, Wärmespeicherung und schnelles Abkühlen. Als Kühlmedien werden am häufigsten Salzlösung, Wasser und Öl verwendet. Werkstücke, die in Salzwasser abgeschreckt werden, weisen eine hohe Härte und eine glatte Oberfläche auf und neigen nicht zu weichen, nicht abgeschreckten Stellen. Allerdings kann es leicht zu starken Verformungen und sogar Rissen kommen. Öl als Abschreckmedium eignet sich nur für bestimmte legierte Stähle oder kleine Kohlenstoffstahlwerkstücke, bei denen die Stabilität des unterkühlten Austenits relativ hoch ist.

(Drei). Härten
1. Sprödigkeit verringern und innere Spannungen beseitigen oder reduzieren. Nach dem Abschrecken weisen Stahlteile hohe innere Spannungen und Sprödigkeit auf. Werden sie nicht rechtzeitig angelassen, verformen sie sich häufig oder reißen sogar.
2. Die gewünschten mechanischen Eigenschaften des Werkstücks erzielen. Nach dem Abschrecken weist das Werkstück eine hohe Härte und Sprödigkeit auf. Um den unterschiedlichen Leistungsanforderungen verschiedener Werkstücke gerecht zu werden, kann die Härte durch geeignetes Anlassen angepasst werden, wodurch die Sprödigkeit reduziert und die erforderliche Zähigkeit und Plastizität erreicht wird.
3. Stabile Werkstückgröße
4. Bei einigen legierten Stählen, die sich durch Glühen nur schwer erweichen lassen, wird nach dem Abschrecken (oder Normalisieren) häufig ein Hochtemperatur-Anlassen durchgeführt, um die Karbide im Stahl richtig zu sammeln und die Härte zu verringern, um das Schneiden zu erleichtern.


Veröffentlichungsdatum: 10. April 2024